Am 28. Februar 2026 fand die Generalversammlung von Swiss Moto im Hotel aarau-WEST in Oberentfelden/Aarau statt. Ehrenmitglieder, Clubdelegierte und Direktmitglieder wurden dabei umfassend über die Geschäfte des Jahres 2025 informiert.
Das Fazit der Versammlung ist klar: 2025 war für Swiss Moto ein Jahr des strukturellen Durchbruchs.
Der Verband befand sich nach den Jahren 2023 und 2024 in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Gleichzeitig mussten Betrieb, Sportorganisation und Verbandstrukturen stabilisiert und neu ausgerichtet werden.
Finanzielle Stabilisierung in Rekordzeit
Ein zentrales Thema der Generalversammlung war die finanzielle Situation des Verbandes.
Nach einem Verlust von rund CHF 200'000 im Jahr 2024 musste Swiss Moto rasch handeln. Die Kostenstruktur wurde konsequent überprüft, Prioritäten neu gesetzt und zahlreiche organisatorische Anpassungen vorgenommen. Das Resultat dieser intensiven Arbeit zeigte sich bereits im Geschäftsjahr 2025:
Damit konnte der dringend notwendige Turnaround innerhalb kürzester Zeit erreicht werden. Der Verband verfügt heute wieder über eine stabile finanzielle Grundlage, auf der die weitere Entwicklung aufgebaut werden kann.
Historischer Meilenstein: Swiss Olympic Stufe 3
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die Aufnahme von Swiss Moto in die Förderstufe 3 von Swiss Olympic per 1. Januar 2025.
Damit erfüllt Swiss Moto erstmals vollständig die strukturellen Anforderungen eines modernen nationalen Sportverbandes. Gleichzeitig ist Swiss Moto damit der einzige Motorsportverband der Schweiz in dieser Förderstufe.
Diese Anerkennung eröffnet neue Möglichkeiten für:
Der Schritt markiert einen echten strukturellen Durchbruch für den Motorradsport in der Schweiz.
Sportliche Entwicklung auf stabilem Niveau
Trotz der anspruchsvollen organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen konnte Swiss Moto im Jahr 2025 den gesamten Sportbetrieb ohne Einschränkungen sicherstellen.
Gleichzeitig wurden wichtige strukturelle Fortschritte erzielt:
Auch international konnte der Schweizer Motorradsport ein starkes Zeichen setzen: Beim Motocross of Nations in Crawfordsville (USA) erreichte das Schweizer Team einen hervorragenden 8. Rang unter 38 Nationen.
Nachwuchs weiterhin auf Wachstumskurs
Ein besonders positives Signal zeigt sich im Nachwuchsbereich. Die Zahl der Lizenzen konnte nach dem starken Wachstum im Jahr 2024 durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der AFM und dem SJMCC auf einem stabil hohen Niveau gehalten werden. Vor allem im Motocross-Juniorenbereich verzeichnet Swiss Moto weiterhin eine erfreuliche Entwicklung. Das bestätigt, dass der Motorradsport auch bei jungen Fahrerinnen und Fahrern weiterhin grosses Interesse weckt.
Mehr Sichtbarkeit für den Motorradsport
Herausforderungen bleiben bestehen
Trotz der positiven Entwicklung bleibt Swiss Moto weiterhin gefordert. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Anforderungen an einen modernen Sportverband stetig steigen. Themen wie Infrastruktur, Veranstaltungen, Umweltauflagen und Nachwuchsförderung verlangen weiterhin grosse Anstrengungen. Der Verband arbeitet deshalb konsequent daran, Strukturen weiter zu stärken und neue Entwicklungsmöglichkeiten für den Motorradsport in der Schweiz zu schaffen.
Blick nach vorne
Die Generalversammlung hat gezeigt: Swiss Moto hat eine entscheidende Phase erfolgreich gemeistert.
Der Verband hat in kurzer Zeit seine finanzielle Stabilität wiederhergestellt, wichtige strukturelle Reformen umgesetzt und gleichzeitig den gesamten Sportbetrieb auf hohem Niveau weitergeführt. Parallel dazu wurden neue Grundlagen für Nachwuchsförderung, Leistungssport und Infrastruktur geschaffen.
Doch Swiss Moto steht nicht nur für Sport.
Als nationaler Dachverband engagiert sich Swiss Moto ebenso aktiv für die Interessen der über 800'000 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer in der Schweiz. Dazu gehört der kontinuierliche Einsatz in der Verkehrspolitik, bei Infrastrukturfragen und im Bereich der Verkehrssicherheit. Der Verband führt den Dialog mit Behörden, politischen Entscheidungsträgern und Partnerorganisationen, um sicherzustellen, dass die Anliegen der Motorradgemeinschaft auch in Zukunft gehört werden.
Gerade in einer Zeit zunehmender regulatorischer Anforderungen und gesellschaftlicher Veränderungen ist diese Arbeit wichtiger denn je. Swiss Moto versteht sich deshalb nicht nur als Sportverband, sondern als zentrale Stimme des Motorradsports und der Motorradfahrer in der Schweiz.
Mit der erreichten Stabilisierung, den neuen Strukturen und einer klaren strategischen Ausrichtung ist die Grundlage gelegt, um den Motorradsport weiterzuentwickeln, junge Talente zu fördern und die Interessen der Motorradfahrer auch in Zukunft kraftvoll zu vertreten.
Die Richtung stimmt – und die Arbeit geht weiter.
Ein Anliegen wurde an der Generalversammlung ebenfalls deutlich: Swiss Moto wünscht sich eine stärkere Beteiligung der Clubs an der GV. Die Generalversammlung ist nicht nur ein formaler Anlass, sondern der wichtigste Moment im Verbandsjahr, an dem die Mitglieder direkt Einfluss nehmen, ihre Anliegen einbringen und die Zukunft des Motorradsports in der Schweiz mitgestalten können. Eine stärkere Präsenz der Clubs würde den Dialog innerhalb des Verbandes weiter stärken und die Nähe zwischen Basis und Verband vertiefen.
Eine hervorragende Gelegenheit dazu bietet sich bereits bei der nächsten Generalversammlung, die am 20. März 2027 am Hauptsitz der FIM in Mies (VD) stattfinden wird. Die GV wird mit einem Besuch im neuen FIM Museum kombiniert – ein besonderer Rahmen, um gemeinsam die Zukunft des Motorradsports zu diskutieren und gleichzeitig ein Stück internationale Motorsportgeschichte zu erleben.
Mit diesen Entwicklungen blickt Swiss Moto mit Zuversicht in die Zukunft. Der Verband bedankt sich bei allen Clubs, Funktionären, Fahrerinnen und Fahrern, Partnern und Unterstützern für ihr Engagement und ihren Einsatz für den Motorradsport in der Schweiz.
Swiss Moto wünscht allen Mitgliedern eine erfolgreiche, unfallfreie und spannende Motorradsaison 2026 – auf der Rennstrecke, im Gelände und auf der Strasse.