April 26, 2026

Swiss Moto Kinder- und Jugendschutz Konzept

Swiss Moto setzt weiteren Meilenstein mit einem eigenen Kinder- und Jugendschutz Konzept

Mit dem neuen Kinder- und Jugendschutzkonzept stärkt Swiss Moto die Prävention, die Ausbildung und die Verantwortung im Nachwuchsbereich. Das Konzept wurde von Swiss Olympic validiert und wird künftig allen Clubs mit Nachwuchsaktivitäten zur Verfügung gestellt.

Swiss Moto hat im Rahmen seiner laufenden Weiterentwicklung und der stärkeren Angleichung an das Schweizer Sportsystem ein eigenes Kinder- und Jugendschutzkonzept erstellt. 

Damit setzt Swiss Moto einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Good Governance, Professionalisierung und national einheitlicher Qualitätsstandards im Motorradsport. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Bestandteil der Verantwortung eines nationalen Sportverbandes. Junge Fahrerinnen und Fahrer sollen ihren Sport in einem sicheren, respektvollen und fördernden Umfeld ausüben können.

Das neue Konzept definiert verbindliche Grundsätze, Präventionsmassnahmen und klare Abläufe für den Umgang mit Grenzverletzungen, Fehlverhalten oder Verdachtsfällen. Swiss Moto toleriert keinerlei Form von physischer oder psychischer Gewalt, sexuellen Übergriffen oder Grenzverletzungen, Diskriminierung oder Mobbing. Gleichzeitig wird festgehalten, dass alle Personen im Nachwuchssport Verantwortung tragen – insbesondere Trainer/innen, Betreuer/innen, Funktionäre, Offizielle und Personen in Leitungsfunktionen.

Ein besonderer Fokus liegt auf den spezifischen Situationen des Motorradsports. Dazu gehören die intensive Betreuung im Fahrerlager, Reisen zu Rennen im In- und Ausland, Trainingslager, die enge Zusammenarbeit zwischen Fahrer/innen, Trainer/innen und Mechaniker/innen sowie die Teilnahme von Jugendlichen an nationalen und internationalen Wettbewerben. Für diese Situationen schafft Swiss Moto klare Verhaltens- und Organisationsstandards.

Ab 2026 wird das Kinder- und Jugendschutzkonzept fester Bestandteil der Swiss Moto Zertifikats-Trainerausbildung. Alle ausgebildeten Swiss Moto Trainer/innen werden im Rahmen ihrer Ausbildung zusätzlich in den Bereichen Ethik, Prävention, professionelle Distanz, transparente Kommunikation und Umgang mit Verdachtsfällen sensibilisiert. Damit entsteht im Motorradsport ein Ausbildungselement, das sich an der Logik bewährter Schweizer Sportstrukturen orientiert – vergleichbar mit dem Anspruch eines J+S-Systems, jedoch angepasst an die spezifischen Voraussetzungen einer nicht olympischen Sportart.

Zum Konzept gehört auch ein verbindlicher Verhaltenskodex. Dieser hält unter anderem fest, dass Trainer/innen und Betreuungspersonen respektvoll, altersgerecht und transparent kommunizieren, eine professionelle Distanz zu Minderjährigen wahren, unangemessene körperliche Kontakte vermeiden und in Betreuungssituationen nachvollziehbar handeln. Auch Reisen, Übernachtungen und digitale Kommunikation werden geregelt. Ergänzt wird das Konzept durch einen Leitfaden zum Vorgehen bei Verdachtsfällen - ruhig handeln, sachlich dokumentieren, die betroffene Person schützen und keine eigenen Untersuchungen durchführen. Schwerwiegende Fälle und Ethikverstösse werden an Swiss Sport Integrity weitergeleitet.

Für Swiss Moto ist dieses Konzept nicht nur ein internes Dokument, sondern ein praktisches Arbeitsinstrument für den gesamten Nachwuchsbereich. Es wird auf der Swiss Moto Website publiziert, den angeschlossenen Clubs, Trainer/innen und Nachwuchsstrukturen zur Verfügung gestellt und in die Ausbildungs- und Lizenzsysteme integriert.

Darüber hinaus stellt Swiss Moto das Konzept bewusst auch Clubs und Trainingsgruppen zur Verfügung, die mit Nachwuchs arbeiten, aber nicht direkt in die Swiss Moto Ausbildungsstrukturen eingebunden sind. Ziel ist eine möglichst breite nationale Harmonisierung im Kinder- und Jugendschutz innerhalb des Motorradsports. Gerade in einem sensiblen Thema wie diesem sollen klare Standards nicht von einzelnen Clubs, Personen oder Regionen abhängen.

«Mit diesem Konzept übernehmen wir Verantwortung und schaffen verbindliche Leitplanken für alle, die mit Kindern und Jugendlichen im Motorradsport arbeiten», sagt Rolf Enz, CEO und Chef Leistungssport von Swiss Moto. «Unser Ziel ist es, junge Sportlerinnen und Sportler bestmöglich zu schützen und gleichzeitig Trainerinnen, Trainern und Clubs Sicherheit im Alltag zu geben. Prävention beginnt nicht erst im Ernstfall, sondern in der täglichen Trainingskultur.»

Mit dem Kinder- und Jugendschutzkonzept setzt Swiss Moto ein weiteres Novum und einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Verbandes. Es stärkt die Qualität der Nachwuchsarbeit, schafft Orientierung für Trainer/innen und Clubs und leistet einen Beitrag zu einem sicheren, respektvollen und verantwortungsvollen Motorradsport in der Schweiz.

Das Konzept ist hier zu finden.

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