June 26, 2026

Historische Zusammenarbeit im Schweizer Motocross: Swiss Moto, SAM, AFM und AMA schlagen ein neues Zeitalter auf!

Historische Zusammenarbeit im Schweizer Motocross: Swiss Moto, SAM, AFM und AMA schlagen ein neues Zeitalter auf

Swiss Moto, SAM, AFM und AMA haben sich auf eine historische Zusammenarbeit verständigt. Damit entsteht erstmals ein gemeinsamer Rahmen, der den Motocross-Sport in der Schweiz breiter, klarer und zukunftsorientierter aufstellt.

Auslöser ist die neue Einstufung von Swiss Moto bei Swiss Olympic. Neben dem bestehenden Leistungssportkonzept wurde Swiss Moto aufgefordert, ein tragfähiges Breitensportkonzept zu entwickeln und umzusetzen. Der Breitensport nimmt im Schweizer Sportsystem eine zentrale Rolle ein. Genau hier setzt das neue Modell an.

Swiss Moto hat sich bewusst dagegen entschieden, ein eigenes System neben den bestehenden Strukturen aufzubauen. Stattdessen wurde das aktuelle Zeitfenster genutzt, um die wichtigsten Akteure des Schweizer Motocross-Sports in ein gemeinsames Modell einzubinden. Es geht nicht um Fusionen, sondern um Verbindung. Die Organisationen bleiben eigenständig, übernehmen aber gemeinsam Verantwortung für die Zukunft des Sports.

Die Inspiration kommt unter anderem aus den USA, wo die AMA Amateur National Motocross Championship at Loretta Lynn’s als starkes Beispiel für eine breit abgestützte Amateurstruktur gilt. Auf die Schweiz übertragen entsteht daraus eine West- und eine Ost-Amateurmeisterschaft mit einem gemeinsamen nationalen Finale. 

Im Westen bilden AFM und AMA die Basis, im Osten der SAM. Am Ende der Saison qualifizieren sich nach einem fairen und transparenten Verfahren rund 30 Piloten aus dem Westen und rund 30 Piloten aus dem Osten für das grosse Finale. Dort treffen die besten Amateurfahrer des Landes aufeinander.

Dieses Finale soll im Rahmen eines Swiss Moto Inter-Jahresfinales stattfinden. Damit erhalten die besten Amateurpiloten der Schweiz die Möglichkeit, auf derselben Strecke und auf derselben Bühne wie die stärksten Fahrer des Landes anzutreten. Für den Breitensport entsteht dadurch ein neuer sportlicher Höhepunkt mit grosser Ausstrahlung.

Das Konzept berücksichtigt auch die Realität des Schweizer Motocross-Sports. Viele Fahrer bleiben stark regional verankert. Piloten aus der Ostschweiz reisen selten in die Westschweiz und umgekehrt. Das neue System respektiert diese Nähe zu den bestehenden Serien, Clubs und Veranstaltern. Gleichzeitig schafft es eine nationale Perspektive, ohne die regionale Identität zu verlieren.

Das Format soll bewusst einfach, verständlich und attraktiv bleiben; die Details werden in den kommenden Wochen ausgearbeitet. Die bestehenden Serien sollen nicht neu erfunden werden; eventuell gibt es moderate Anpassungen.

Wichtig ist: diese Meisterschaft richtet sich klar an den Breitensport. Deshalb sollen aktuelle Swiss Moto-Leistungssportpiloten sowie ehemalige Interpiloten nicht startberechtigt sein. Die Bühne gehört den Amateurfahrern. So wird verhindert, dass immer dieselben Fahrer dominieren, und es entstehen neue Chancen für jene Piloten, die heute oft zu wenig sichtbar sind.

Aktuell wird an einem einfachen, pragmatischen Reglement gearbeitet. Denkbar ist auch ein Punktesystem für ehemalige lizenzierte Fahrer, ähnlich wie in den USA, damit die Einstufung fair und nachvollziehbar bleibt.

Mit diesem Projekt öffnet Swiss Moto erstmals in dieser Breite die Türen für alle relevanten Akteure des Motocross-Sports. Als nationaler Verband nimmt Swiss Moto damit ihren Auftrag wahr: verbinden, strukturieren und weiterentwickeln. Dieser verbindende Auftrag wurde in den letzten hundert Jahren leider zu wenig konsequent gelebt. Jetzt wird ein neues Zeitalter aufgeschlagen.

 

Stimmen zur Zusammenarbeit

Rolf Enz, CEO Swiss Moto / Leitung Leistungssport
«Für Swiss Moto ist dieses Projekt ein historischer Schritt. Als nationaler Verband haben wir den Auftrag, den Motorradsport in der Schweiz zu verbinden. Genau dieser Auftrag wurde in den letzten hundert Jahren leider zu wenig wahrgenommen. Heute schlagen wir ein neues Zeitalter auf. Wir öffnen die Türen bewusst für alle relevanten Akteure des Motocross-Sports in der Schweiz. Es geht nicht darum, bestehende Strukturen zu ersetzen, sondern sie endlich miteinander zu verbinden. Der Breitensport erhält dadurch eine starke nationale Perspektive, ohne seine regionale Identität zu verlieren.»

Gisela Hilfiker, Vize-Präsidentin SAM / Präsidentin Sportkommission SAM
«Der SAM steht seit Jahrzehnten für Motorsport an der Basis. Dass wir nun gemeinsam mit Swiss Moto, AFM und AMA an einem nationalen Breitensportmodell arbeiten, ist ein starkes Zeichen an unsere Fahrer, Clubs und Veranstalter. Die Eigenständigkeit bleibt erhalten, aber die Zusammenarbeit wird verbindlicher und sichtbarer. Davon profitiert der gesamte Motocross-Sport in der Schweiz.»

Bruno Regamey, Präsident AFM, Association Fribourgeoise Motocycliste
«Für die Westschweiz ist dieses Modell eine grosse Chance. Unsere Fahrer können weiterhin in ihrer vertrauten regionalen Umgebung Rennen fahren und erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, sich am Ende der Saison mit den besten Amateurpiloten des Landes zu messen. Das bringt Motivation, Sichtbarkeit und eine neue sportliche Dynamik.»

Gérald Auberson, Président AMA, Angora Motocross Association
«Die AMA begrüsst diesen pragmatischen Ansatz. Die Idee einer West- und Ost-Amateurmeisterschaft mit einem gemeinsamen Finale entspricht dem Bedürfnis vieler Fahrer nach regionaler Nähe und nationaler Anerkennung. Entscheidend ist, dass der Breitensport im Zentrum steht und die Amateurpiloten eine echte Bühne erhalten.»

Swiss Moto, SAM, AFM und AMA setzen damit ein gemeinsames Zeichen: der Schweizer Motocross-Sport soll künftig stärker verbunden, klarer strukturiert und nachhaltiger entwickelt werden.

Gemeinsam. Strukturiert. Nachhaltig. Für den Motorradsport in der Schweiz.

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